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  • Das Qype-Regime

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    scissors
    August 11th, 2009teslablogs&webstuff

    Design-FehlschlagQype startete als ehrgeiziges Projekt zur Verbesserung der Welt. Ein social network, das es einem jeden ermöglichte, seine Erfahrungen zu teilen oder von Berichten anderer zu profitieren. Die Community wuchs und wuchs.
    Doch mit dem Wachstum kommen neue Herausforderungen, die die Spreu vom Weizen trennen.

    Seit einiger Zeit hängt nun der Haussegen schief im Hause Qype: Zunächst verärgerten die Betreiber die Mitglieder mit einem unbeliebten Re-Design der Seite. Es wurde unübersichtlich, die kommerziellen Anzeigen dominieren und Qype verlor seinen Charme. Schon hier zeigte sich die Community voller Unmut.

    Und nach der Design-Lapalie zeigten sich die richtigen Probleme: Wie will Qype die User bei Laune und das Niveau hoch halten? Einfach: Jeder Beitrag bringt Punkte und mit steigendem Punktestand darf man sich über prestigereiche Statusmeldungen und ab und zu auch materielle Geschenke freuen. Das Objekt der Begierde war zu Beginn ein Apple iPod shuffle für erreichte 1000 Punkte; der anscheinend große Andrang führte zu extremen Wartezeiten auf den Gewinn von bis mehreren Monaten.

    Prestige gefällig?
    Wie es scheint, fiel Qype jedoch nach der iPod-Aktion in ein beitragsmäßiges Loch und musste sich überlegen, wie man die Mitglieder wieder zur Teilnahme animieren kann. Eine Möglichkeit wäre, weitere Geschenke zu verteilen für einen erreichten Punktestand. Qype entschied sich dagegen.
    Stattdessen nahmen die Betreiber den Weg der Bestrafung: Wer über einen längeren Zeitraum keinen Beitrag geschrieben hat, verliert seinen Experten-Status – trotz erreichter Punktzahl. Gute Entscheidung? Schlechte Entscheidung? Die Netzwelt entschied sich für letzteres und machte Druck. Blogeinträge und Beschwerden führten zu einer Revision. Es wird nun also ein alternatives System zur Markierung von aktiven und passiven Qype-Experten diskutiert und desweiteren ruft Qype-Urgestein Moe dazu auf, bitte weiterhin Feedback zu geben.

    Mein Feedback kommt jetzt, nachdem ich den Gipfel der Qype-Krise am eigenen Leib gespürt habe:

    Qype beginnt mit Zensur [eigene Auffassung des Autors]

    Systematisch werden nun die Beiträge auf Konsistenz geprüft und ggf. erhält der Autor eine Warnmail. Man wird aufgefordert, seinen Beitrag zu ändern, andernfalls droht die Löschung. Die Begründung in meinem Fall: Der Beitrag sei zu pauschal und es entstehe der Eindruck, der Beitrag basiere nicht auf tatsächlich gemachten Erfahrungen.

    Was möchte Qype also vom User? Die eigene Erfahrung im eigenen Sprachstil scheinen nicht gewünscht zu sein. Dabei war dies zuvor das Herz der Community: Persönliche Erfahrungsberichte mit individuellem Touch. Längerfristig gesehen wird sich Qype dann wohl auf die Objektiv-Insel retten – Kreuzchen in vorgeschriebenen Kategorien machen und dazu die PR-Texte der Firmen lesen. Viel Spaß dabei.

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One Response to “Das Qype-Regime”

  1. [...] gestern berichtete ich über mein Verhältnis zu der Bewertungs-Plattform Qype (Artikel hier lesen). Und eins muss man ja sagen, die haben schon eifrige Mitarbeiter in der Customer Care sitzen; denn [...]

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